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G E R D s

E L E V E N T Y

F R A U E N F E L D

Stillleben und Trails in der Natur

für Martina

Als Fortsetzung von „Gartenwerden“ … und im Walde dann mit entspannter Schwere - doch gehalten - und mit der Freude eines Angekommen-Seins …
Wo mein Blick hinfällt - besser: wo ich
ankomme - da wird es mir schön. Da ist mir nichts langweilig, gewöhnlich, oder gar „eh schon wissen“, „eh schon gesehen“ (denn wäre dies, wäre das Besondere sogleich schon wieder weg) … es liegt an mir, ob ich an-wesen-d werde …

Vielleicht wie nach einer stillen Sext, jedoch wie von selbst (so gar nicht vorsätzlich hervorgerufen),
gelange ich in ein
Stillleben des besonderen Gartens, der Stimmung, des Lebens vor mir … um mich …

Da bleibe ich stehen, ich schaue, verweile … da wird der Augen Blick so schön … da Sein …
Ich werde zufrieden mit dem Orte, wo ich jetzt gerade bin ... zufrieden mit dem Ich Bin Jetzt überhaupt ...

(Ich will) gar nicht mehr weiter wohin ... bin schon da ... jetzt genügt mir dieser Platz. Gleich wie in der ersten Nebenübung mein Verweilen bei einem Gedanken, bleibe ich jetzt da, an diesem schönen Ort ... in entspannter Schwere und mitunter auch in Freude, oder (wenn mir dazu etwas ein- oder zufällt) etwa andächtig ernst in die Aufrechte streckend (mir gleich dem Berg aus den Acht Trigrammen), oder auch einfach ergeben.

 

Ganz anders dazu sind mir die Einladungen, die breite Straße zu verlassen, und einfach in den Wald hineinzugehen, Wege zu finden und diesen nachzugehen - jene Straße, worauf mir der Wald nur links und rechts von mir ist, zu verlassen, um mal im Wald zu sein, worin sich mir ein Stillleben einzustellen vermag.

Da werde ich beweglicher als zuvor im „normalen Gehen“ … auch wacher … jedoch - wie schon vorhin erwähnt - wieder wie von selbst, und so gar nicht vorsätzlich hervorgebracht (denn dann wäre dies, wäre das Besondere sogleich schon wieder weg) … und aufmerksamer, doch nun im Bewegen im Kontext des Bodens und dessen Beschaffenheit. Denn da ist der Boden nicht so aufbereitet wie etwa in der Schule …

Hier ist es uneben, hier geht es wirklich bergauf oder bergab, und nicht nur in meiner hervorgerufenen Vorstellung. Hier ergibt sich die räumlich-sichtbare Form vor Ort wie eben der Boden jetzt ist … da brauche ich nichts darüber konstruieren, da ist schon etwas aufzugreifen, da erwächst meine Bewegung im Augenblick, im Moment … da komponiert die Natur mit … ich seelenturne zwischen Wahrnehmen und Gestalten im Weiterbewegen.

Dies werden und sind mir dann die Trails.
Da habe ich etwas mit den Mountain-Bikern gemeinsam … mit dem Unterschied meines Instrumentes … Abenteuer im Wiener Walde …

… und dann komme ich mitunter an einen speziellen Platz …

Wenn sich mir (dann) Stillleben und Trail zusammenfallen, dann vermag es durchaus zum Tanze im Walde zu kommen … Das ist selten … aber darin ergeben sich mir die schönsten Übungen, vom Motivschwung angefangen (unverhofft beim Jazz im Neustifter Walde), oder in der Kraftgestalt quietschvergnügter Kleinkinder im Garten nebenan hinter dem bewachsenen Zaun links von mir bewegt, in Dynamik wie Spannung und Entspannung im Widerstand und Nachgeben des Geländes in meinem Nachgehen des eben gefundenen Weges … und immer so weiter …

… am liebsten immer so weiterbewegen und strömen … solange es der Kontext zulässt.

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