Wer
ist Meister ? Der etwas ersann.
Wer
ist Geselle ? Der etwas kann.
Wer
ist Lehrling ? Jedermann.
Wie
in unser heurigen Mitgliederversammlung
vorgenommen, haben Thomas und ich (als Vertreter
der beiden Hauskreise
um unsere Familien) am 1.6. (Montag nach dem
Dreifaltigkeitssonntag) eine Exkursion nach
Mirabergen unternommen. Thomas ist nach der Arbeit
im Finanzamt von Oberwart, und ich bin im Urlaub
vom Drei Länder Naturpark angereist. Getroffen
haben wir uns in Mirabergen, wie schon zuvor
angemeldet, um 13 Uhr. Petra und Martin aus
Niederösterreich haben sich auch angemeldet,
und so haben wir uns dann zu viert das Gut
Mirabergen zeigen lassen.
Gleich
nach unserer Ankunft hat uns Helga vor Ort, zum
Mittagessen (gegen eine Spende, bei welcher ich
meinen Jahresgutschein vom Wundertaler
eingelöst habe) eingeladen - gut passend zur
Uhrzeit, wo noch keiner der vier Besucher eine
Mittagsmahlzeit zu sich genommen hat. Neben Helga
sind auch Florian, Niko und ein weiterer
Mitwirkender vor Ort dabei gewesen.
Danach
haben wir vier uns zur Führung mit Florian und
Helga vor Ort begeben. Diese hat sich zu einer
Wanderung durch das recht große
Grundstück entpuppt, aus welcher die
Herkulesaufgaben zur Landwirtschaft, Gartenbau,
Bauvorhaben und zur Bildungsarbeit des harten
Kerns der Mitträger*innen von derzeit
drei bis vier Personen sichtbar geworden
sind.
Vielleicht
auch deshalb hat uns Helga nach der Führung
nach möglichen Rollen eines etwaigen
Mitwirkens in belauschender Weise
gefragt:
Thomas
ist - wie Margit auch - bei einem Singchor dabei,
und ich habe mit Milan - der dort auch bekannt ist
- eine Basisausbildung der Eurythmie absolviert,
jedoch ohne abschließendes Diplom, da sich
dies im Zeitbugdet mit meinem Beruf, wo ich an zwei
strategischen Projekten mitgewirkt habe, nicht hat
vereinbaren lassen.
Thomas
könnte laut Helga den Chor vor Ort leiten, und
ich Zeuge des Werdens sein, mitunter
mit eurythmischer Würze, vielleicht im
Zusammenwirken mit Milan
Jetzt
zeigt sich bei uns beiden, dass eine derartige
anleitende
Mitarbeit doch andere Fähigkeiten voraussetzt,
als eine Mitarbeit unter Anleitung:
Also
Thomas könnte vielleicht bei einem Chor
mitsingen, aber diesen nicht leiten, und ich
könnte bei einer Eurythmie (vielleicht sogar
nach Arte Nova Weise
(das
Institut ArteNova
aus Basel in der Schweiz betreibt Grundlagen- und
angewandte Forschung zu den Bewegungsgesten der
Eurythmie und ihrer Wirkung auf das Wachstum von
Pflanzen und die Qualität von
Substanzen)
mitmachen, aber diese nicht leiten.
Wir
beide bewegen uns da zwischen Lehrling
und Geselle, sind aber keine
Meister
selbst Angelus, einer
meiner ehemaligen Dozenten der Eurythmie, arbeitet
noch an seiner Master-Arbeit.
Die
leitende Person vollführt das Anzuleitende -
Singen oder Eurythmisieren - nur zum Anspielen,
Vorzeigen oder zum Vormachen selbst. Eher
beobachtet oder belauscht sie die Ausführenden
und gibt Tipps zu Verbesserungen zu ihren
Stimmlagen und ihrem Singen, sowie zu ihrer Gruppe
und ihrem Bewegen. Ein Team anzuleiten ist etwas
völlig anderes, als als Teammitglied unter
Anleitung die jeweilige Kunst
auszuüben.
Die
Frage, ob Thomas und ich aus unseren beruflichen
Erfahrungsschatz - woraus wir die Fähigkeit
zur Tat mitbrächten (etwa Steuerberatung zu
Finanziellem, oder Anforderungs-Management zur
EDV-Software) - beitragen könnten, hat sich
noch gar nicht gestellt, zumal so eine kleine
Initiative mit Standard-Software von der Stange und
nicht mit teuren Individuallösungen arbeiten
wird, sowie sich bei Thomas wohl die Frage nach der
Zulässigkeit einer steuerberatenden
Nebenbeschäftigung stellen
würde.
Bei
allen Unternehmungen in der Welt fallen Arbeiten
an, welche organisiert auf die Teammitglieder
aufzuteilen und mitunter zu koordinieren (bzw.
anzuleiten) sind - je nach
Fähigkeiten der einzelnen.
Dies ist nichts Besonderes und mir im Beruf aus dem
Projektmanagement und im Zusammenwirken des und der
Team(s) aus dem Tagesgeschäft unserer Services
bekannt.
Helga
hat jedoch das Zauberwort, worauf es ankommt und
was den Unterschied macht, ausgesprochen: Es ist
die Gemeinschaft,
nicht bloß zu Zwecken für das Arbeiten,
sondern als Eigenwert.
Die Verhältnisse und Beziehungen untereinander
in der Art des sozialen Umgangs verdienen schon
lange als eigener Wirkungsbereich in Kunst und
Umsetzung beachtet zu werden.
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