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G E R D s

E L E V E N T Y

M I R ~ W E R D E N D

Spiel Geld Spiel

Vor rund zwanzig Jahren wollte ich (Gerd) für unsere Familie Spielgeld herstellen. Damals ist mir die Idee gekommen, dies - in Analogie zu Dollar und Cent - mit Talern als Papiergeld (mit Bildmotiven und aus dem Drucker) und mit Kreuzern als Hartgeld (in Plastikmünzen aus meinen alten Roulett Spiel) zu machen.

Angeboten hat sich damals hundert Schilling als „Taler“ und den Schilling als „Kreuzer“. Umgangssprachlich wird ja aus Taler ... Tåler ... Tolar (ehemalige Währung in Slowenien) ... Dolar ... Dollar
Diese Idee ist zwar nie umgesetzt worden, doch der Schotter aus unserer realen Währung stört mich und hat mir daher Anlass zu weiteren Überlegungen gegeben.

Hartgeld in Münzen exisitiert ja schon viel länger als Papiergeld in Scheinen, deren Dauer der Haltbarkeit nur ein Bruchteil zu jener des Hartgeldes ausmacht.
Zuletzt in der Schweiz habe ich eine Zwei-Franken Münze aus den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bekommen, jedoch kein Papiergeld mehr aus dieser Zeit.

eh' bezahlen im stimmigen Shop

Jetzt, zwanzig Jahre nach dieser Idee, haben sich, u.a. wegen diverser Krisen, die Preise derart verändert, dass ich - würde ich diese Idee im Spiele wieder aufgreifen - nun den alten Tausender als einen Talerschein und den alten Zehner als einen Kreuzer wählen würde.

Wenige wagen es noch nachzurechnen, was beispielsweise eine Suppe, ein Kaffee, eine Zeitung, … heute in Schilling kosten würde. Ich habe es einmal gemacht: eine Spargelsuppe um einen Hunderter (wie ich studiert habe, haben wir um dieses Geld zu zweit recht gut und reichlich in der Lobau gegessen und getrunken), einen kleinen Kaffee um einen Fünfziger, und unter einem Tausender brauche ich mit einem Handwerker gar nicht erst anfangen zu reden (bereits nur Wasserauffüllen der Heizung kostet bereits mehr) …

„Würden wir da nicht in Münzen untergehen ?“ stellt sich die Frage. Läge doch ein Taler bei rund 72 Euro.
Der viele Schotter ist ja manchen auch ein Grund dafür, lieber mit der Karte als bar zu bezahlen.

Ich habe das mal ausprobiert: für ein belegtes Ficellbrot habe ich einen ganzen Haufen Münzen hingelegt.
Nach meinen Modell wären dies sechs Kreuzer, also nur zwei oder drei kleine Münzen gewesen.

Andere Beispiele: 2 Kreuzer für eine Milch (welche ich mal bei einem Kassomaten mit 26 Münzen bezahlt habe, um den Schotter loszuwerden), 10 bis 13 Kreuzer bei einem Menu nach Mensaart, eine Tankfüllung für meine schöne Vespa 15 Kreuzer (mit der über 200 km weit komme), ein Taler für eine Übernachtung im Drei Länder Naturpark … das Dreifache in Kärnten …, ein Paar Wanderschuhe 3 Taler, eine jährliche Thermenwartung rund 3 ½ Taler, ein Führerschein so viel wie früher das Fahrzeug selbst gekostet hat, ...

Wenn die Münzen mehr wert sind, brauche ich weniger davon. Denn haben die Leute vor dem Papiergeld ihr Geld per Schubkarren mit sich geführt ?

Die Granularität unserer heutigen Währung ist viel zu fein. Und warum ? Damit man den Leuten vormachen kann, dass 8,90 ja nur 8 sind, oder 1,49 nur 1,40 und so weiter ? Kriege ich noch etwas unter 72 Cent ? Die Recheneinheiten mögen freilich feiner sein, aber die Endpreise liegen darüber, schon weil nur Packungen, größere Mengen und keine Einzelstücke mehr verkauft werden.

Das Geld spielt jedenfalls eine Rolle und findet sich in Rollen, egal ob im privaten, ideellen oder öffentlichen Haushalt.

Dieses Spiel befasst sich daher zum einen mit einer gesteigerten Attraktivtät des Bargeldes durch eine mögliche praktischere Handhabe und spricht zum anderen die vergangenen Teuerungen an.
Früher die größte Banknote - der Tausender - wäre jetzt die kleinste ...

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