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G E R D s

E L E V E N T Y

S E E W I N D

Aus der Werkstatt der Sprachgestaltung

Zum Beitrag „Am Bahnhof“, worin die Kaffeekanne den Kaffee macht, und aus dem Verb ein Zeitwort abgeleitet wird, hat mir Margit bei einem Frühstückskaffee die Frage gestellt, ob der Satz

„Nur die Kanne kannt den Kaffee !“

(bezieht sich auf das Bild) denn so richtig sei, weil woher kommt das „t“, das ja im Verb „Kanne“ und im davon abgeleiteten Zeitwort „kannen“ ja nicht vorkommt ?

Ich finde es interessant, darüber hinterfragend nachzudenken, wogleich (mir) im künstlerischen Wortspiel eine bewegliche Balance zwischen dem Spieltrieb und der Realität zu halten, bzw. zu finden, ist. Im Wortspiel steht mir anfangs nicht das Analytische im Vordergrund, sondern eine Art Gespür aus Erfahrendem und Gelerntem. Daher mag sich das Reflektierend-Analytische durchaus „im Nachhinein“ einfinden dürfen … und daraus ein Feedback erwachsen:

Also die Nennform des aus dem Verb „Kanne“ abgeleiteten oder entwickelten Zeitwort lautet „kannen“, und gleich wie bei „hausen“ das Zeitwort bei der dritten Person Einzahl (er/sie/es) „haust“ lautet, ist es bei „kannen“: sie, die Kanne, kannt. Von dorther kommt das „t“.

Spannend ist mir da die Ähnlichkeit des „kann“ von „Können“ mit dem „kannt“ oder „kannen“ von der Kanne, und dann weiter das hauptwörtliche gebrauchte Zeitwort, das zuvor aus dem Verb abgeleitet worden ist. So etwa der Kannen Kannen Meister, worin im zweiten Fall das „Kannen“ der Kannen erwähnt wird, und hiervon nochmal im zweiten Fall deren Meister.

Weitere - vor zwei Jahren entwickelte - Beispiele finden sich im „
Sprachend Lachend“.

Darin habe ich in einem Text das „Wein her, es ist zum Weinen“ aufgegriffen und danach „Doch statt Seide geht auch Leinen“, das ich immer wieder (re-) zitiere, hinzugefügt.

Damit begegne ich hohen Zielen und Ansprüchen mit meinem „inneren (An-) Treiber“ im Gefolge ... so im Sinne von „Mancher versäumt das kleine Glück, während er auf das Große wartet.“ von Pearl Sydenstricker Buck (US Schriftstellerin, Beschreibung chinesischen Bauernleben, 1892-1973 Vermont) ... gelange ich vom Ideal der Projekte zu einer verbesserten Normalität des Alltags, das mir auch im Beruf möglich geworden ist.

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