Eleventy.at - Ausgaben - Themen - Titel - zurückblättern - weiterblättern

G E R D s

E L E V E N T Y

K U R SZ W E C H S E L

Musikalisches zur Gegenwart

für Gabriele

 

Jedenfalls bietet mir (Gerd) unsere Gegenwart eine Chance vom Gewohntem aufzuwachen, gleich wie aus dem Auf Sich Aufmerksam Machen der Einsatzfahrzeuge, um ihnen in ihrer Fahrt Vorrang zu geben … übrigens eine Situation, welche mir aus der Politik durchaus bekannt vorkommt. Doch habe ich schon vor rund zehn Jahren meinen (politischen) Umkreis der Entscheidungsträger als ratlos empfunden. Warum sollte dies jetzt anders sein ?

Für meine Freunde in Bewegung kann aus unserer Gegenwart auch etwas Musikalisches gewonnen, oder diese mit Musikalischem in Beziehung gebracht, werden:

 

Mir ist aus dem Umkreis ein Schwall, eine Welle, entgegen gekommen und ist bei mir aufgeprallt. Davon bin ich getroffen worden, bin betroffen … eine Entsprechung dazu findet sich ein einem Moll-Akkord, in mehreren Moll-Akkorden, in Forte … in mehrfacher Hinsicht aufgewacht … eine doppelte Quart gibt eine Septime, hier als eine Dissonanz … wo sich die Geister scheiden, die Meinungen auseinandergehen bis zum Bruch von Freundschaften, wie mir Kollegen aus ihrem sozialem Umfeld erzählen.

Auch diese Erzählungen berühren mich … abermals ein Moll-Akkord … Aber nun liegt es an mir, wie es weitergeht. Mache ich dasselbe wie mein Umfeld, oder setze ich etwas dagegen ? Konstruktiv dagegen - vielleicht eine ausgleichende Ergänzung ? Wie wäre es mit Piano statt Forte, mit einer Melodie, welche in ein Dur mündet, und dies dann auch als Akkord in Forte ?

Und das Drama - die Handlung - ereignet sich weiter: Mein Dur in Forte … die Reaktion meiner Umgebung prallt (zeitgemäß) wieder auf mich ein, doch nun vermag ich es besser an mich herankommen zu lassen … Moll in Forte … doppelt aufgeweckt … in der Dissonanz/Septime wieder das Aushalten der auseinandergehenden Meinungen, welche das Land zu spalten drohen … darin in der Aufrechten bleiben … „Kunst ist Mut“ (von Dürrenmatt), mein Auflösen in Dur.

Spiel-Raum gewonnen für die Gegenwart … Dies gestattet mir wieder eine kleine Melodie in Piano. Inzwischen gerüstet für die Dramatik der Gegenwart gelangen wir Freunde in einen spannenden Dialog - im Hin und Her der Standpunkte, die Spannung steigert sich noch … bis sich eine Erlösung einstellt (vielleicht auch konsonantisch als ein befreiendes „H“ mit folgendem „A“ … „M“ empfunden, aber dies geht schon in das Sprachliche) - welche, einen Austausch spiegelnd, über ein Moll in ein Dur mündet.

Gemeinsam mit Freunden bilden wir nun eine Welle, welche hinausrollt … eine Entsprechung dazu findet sich jetzt im Dur, in mehreren Dur-Akkorden, in unserem Forte … ebenso, diesmal bei anderen, aufprallt und in mehrfacher Hinsicht aufweckt … eine doppelte Quart gibt eine Septime, hier ebenfall als eine Dissonanz … worin auch eine innere Auseinandersetzung im Sozialen wohnt: Jetzt als verantwortlich Agierende nämlich durchaus ein (einer jeden) Hin und Her zwischen einer „Überzeugungsarbeit“, welche gern und allzu leicht zwingend zu werden vermag, und einem freilassenden, aufwändigeren und zeitintensiveren Diskurs.

Daraus im Austausch hinaus kündend … Dur-Akkord in Forte … und dann Feedback empfangend … Moll-Akkord in Forte … und sich zu Herzen nehmend.

Das geht dann in die Tiefe … und kommt bei einer jeden (jeweils) an.

Im Verborgenen ein spezielles Ereignis, welches leicht übersehen oder übergangen werden kann … nicht leicht zu beschreiben … Vielleicht aus dem Bei Mir Ankommen aus dem zuvor „Erfahrenes zu Herzen Nehmen“ … aus der Tiefe herauf sich (Anlaut - C - konsonantisch ?) in eine stille Bereitschaft aufrichtend, zu empfangen … Ein Gnadengeschenk … eine Entsprechung dazu findet sich in der Oktave

das ich in einer absteigenden kleinen Melodie in Piano annehme … leise Freude (in Dur)

Daraus ein Erkennntis-Ernst … ein Ruck (im Sinne von zurecht rücken) ... vibrierend in Septime Dissonanz in Forte … im Bewusst-Werden des von oben an mich Herangekommenem in hohes Moll in Forte … gefolgt vom Verarbeiten - also einer intensiven Melodie, welche in ein Terz-Sext-Akkord mündet … mir das Echo zur vorherigen Oktave (Terz und Sext ergänzen sich zur Oktave).

Es folgt (mir) eine Befriedung in nochmaligen Aufgreifen des von oben Empfangenem, an mich Herangekommenes, Früchte pflückend und dann im Korb eines Moll in Piano umhüllend.

(Beide Teile werden jeweils wiederholt.)

 

Jene „Geschichte der Entsprechungen“ ist mir aus einem Werk W. A. Mozarts (Marche funèbre del Signor Maestro Contrapunto KV 453a) erwachsen.

Diese ist mir, in Dankbarkeit, ein stimmiger Beitrag aus Österreich.

Eleventy.at - Ausgaben - Themen - Titel - zurückblättern - weiterblättern